Reinigen eines Gaswarngeräts

Reinigen eines Gaswarngeräts

Industrial Scientific | Freitag, 13. März 2020

Gaswarngeräte für den persönlichen Schutz sind lebensrettend und müssen im Atembereich ihres Trägers getragen werden, um effektiv zu sein. OSHA definiert den Atembereich als eine „von den Schultern nach vorne ragende Halbkugel, die einen Radius von ungefähr 15 bis 23 Zentimetern besitzt“. Diesen Kriterien entspricht normalerweise das Tragen des Geräts am Kragen, Revers oder an einer Brusttasche. So befindet sich das Gerät auch stets in Ihrem Sichtfeld, falls Sie in einer Umgebung mit einem hohen Lärmpegel arbeiten und somit Gefahr laufen, einen akustischen Alarm zu überhören.

Leider bedeutet das Tragen eines Gaswarngeräts im Abstand von 15 bis 23 Zentimetern von Ihrer Nase und Ihrem Mund entfernt auch, dass sich nun Schmutz, Ablagerungen oder Bakterien, die dem Gerät anhaften, in Ihrem Atembereich befinden.

Wenn Sie Ihr Gaswarngerät für den persönlichen Schutz reinigen müssen, ist Ihr erster Gedanke möglicherweise der Griff zum Desinfektionstuch. Das ist keine gute Idee.

Warum Sie keine üblichen Desinfektionsmittel verwenden sollten

Wartungs-E-Book

Erfahren Sie mehr über die Verringerung oder die endgültige Lösung von
Wartungsproblemen bei Gaswarngeräten.

E-Book herunterladen

Die Präzisionssensoren in Ihrem Gaswarngerät reagieren auf viele Chemikalien sehr empfindlich, darunter auch Alkohol und andere Desinfektionsmittel. Die Verwendung von Alkohol kann deshalb dazu führen, dass Ihr Gaswarngerät Sie nicht vor Gefahren durch Gas warnt. Außerdem versetzen Reiniger auf Alkoholbasis Ihr Gerät in den Alarmstatus. Wenn Sie den Nullabgleich zu früh durchführen, zeigt das Gerät fälschlicherweise zu niedrige Werte an und setzt Sie damit möglicherweise gefährlichen Bedingungen aus.

Zudem können die Gummi- und Kunststoffteile sowie die Filter in Ihrem Gerät die Desinfektionsmittel absorbieren. Das ist problematisch, weil es sich dabei zum Teil um dieselben Chemikalien handelt, die Sie überwachen möchten. Diese Wirkung hält nicht lange an, doch die Zeit, die Sie bis zum Nullabgleich warten müssen, variiert. Damit lässt dieser Ansatz reichlich Spielraum für Fehler.

So reinigen Sie ein Gaswarngerät – ohne es zu beschädigen

Für typischen Schmutz und Fett empfehlen wir das Abwischen Ihres Gaswarngeräts mit einer Seifenlösung (8 bis 10 Teile Wasser und ein Teil Spülmittel, z. B. Dawn®). Damit ist das Risiko einer Sensorbeschädigung bei der Reinigung oder einer Fehlfunktion des Geräts geringer. Allerdings entfernen Wasser und Seife nur die täglich anfallenden Ablagerungen am Gerät. Bakterien oder Viren, die möglicherweise an den Oberflächen haften, werden nicht zwingend abgetötet.

Für eine gründlichere Reinigung Ihres Gaswarngeräts verwenden Sie eine Lösung aus Bleiche und Wasser in einem Verhältnis von 50 Teilen Wasser und einem Teil Bleiche gemäß Empfehlung des Centers for Disease Control (CDC). Das CDC empfiehlt 5 Esslöffel Bleiche auf 1 Gallone (ca. 3,8 Liter) Wasser oder 4 Teelöffel Bleiche auf 1 Liter Wasser (circa 20 ml pro Liter).

Sie können dasselbe Verfahren anwenden, um eine Docking Station zu reinigen. Vor der erneuten Benutzung vollständig trocknen lassen. 

Für weitere Informationen zum Thema allgemeine Desinfektionspraktiken lesen Sie bitte die Empfehlungen zur Umweltreinigung und -desinfektion des CDC.

Egal, für welche Reinigungsmethode Sie sich entscheiden, vergessen Sie anschließend nicht, das Gaswarngerät an die Docking Station anzuschließen oder einem Anzeigetest zu unterziehen, um die korrekte Funktion zu gewährleisten. 


Laden Sie eine druckbare PDF dieses Blog Posts herunter.