Gaswarngeräte für Stickstoffoxid (NO-Warngeräte)

NO

Stickstoffoxid (NO) ist ein nicht entzündliches, extrem giftiges oxidierendes Gas mit einem süßlichen, scharfen Geruch. Stickstoffoxid entsteht bei der Behandlung von Metallen mit Salpetersäure, beispielsweise beim Ätzen und Beizen von Metallen. Es ist auch ein Nebenprodukt der Verbrennung von Substanzen in Kraftwerken für fossile Brennstoffe. Es kann bei der Oxidation stickstoffhaltiger Materialien entstehen, als Zwischenprodukt bei der Synthese von Salpetersäure oder als Zersetzungsmittel bei bestimmten gasförmigen Produkten sowie bei der Halbleiterherstellung verwendet werden. Stickstoffoxid wandelt sich bei Kontakt mit der Luft spontan zu Stickstoffdioxid. Daher ist vermutlich immer etwas NO2 vorhanden, wenn in einer Atmosphäre Stickstoffoxid erkannt wird. Das von Industrial Scientific entwickelte, tragbare Mehrgas-Warngerät MX6 iBrid®, das bis zu 6 verschiedene Gase erkennen kann, eignet sich optimal für die Überwachung von Stickstoffoxid- und Stickstoffdioxid-Gasen.

Zugehörige Gaswarngeräte – Stickstoffoxid

Stickstoffoxid – NO

Gefährdung:

Entzündlich

Nicht explosiv, beschleunigt jedoch Brände

Klassifizierung:

Gesundheit

Hochgiftig

Synonyme:

Stickstoffmonoxid, Stickoxid

Grenzwerte:

(OSHA)

PEL\TWA: 25 ppm

 

(ACGIH)

KZE: Nicht zutreffend

 

(OSHA)

IDLH: 100 ppm/30 min.

Branchen:

Metallbeizen, Strahlen, Schweißen, Dieselverbrennung

Stickstoffoxid ist ein farbloses, giftiges Gas. NO-Dämpfe können vorhanden sein, wenn Salpetersäure mit organischen Materialien wie Holz, Sägestaub oder Verschnitt in Kontakt kommt. Dies kann ebenfalls aus der Erwärmung von Salpetersäure resultieren, oder wenn organische Nitroverbindungen verbrannt werden, zum Beispiel Dynamit. Die Wirkung von Salpetersäure auf Metalle, wie beim Metallätzen oder -beizen setzt ebenfalls diese gefährliche Mischung frei. Beim Hochtemperaturschweißen (autogenes Schweißen oder Brennschneiden) bilden der in der Luft vorhandene Stickstoff und Sauerstoff Stickstoffoxide.

Stickstoffoxid ist teilweise in Wasser löslich und reagiert beim Einatmen zu Salpetersäure. Dies führt zu einer leichten Reizung der Schleimhautmembranen der obere Atemwege. Eine fortwährende Belastung mit einer hohen Konzentration von Stickstoffoxid kann zu einem Lungenödem oder zum Tod führen.

 

Auswirkungen verschiedener NO-Konzentrationen

Stickstoffoxidkonzentration in ppm

Auswirkungen auf den Menschen

25

Geringfügige Irritationen der Augen und der Atemwege.

0-50

Geringe Wasserlöslichkeit, daher nur geringe Reizung der Schleimhäute zu bemerken, selbst
bei Überschreitung der KZE.

60-150

Reizung ist intensiver, Husten und Brennen der Kehle sind offensichtlich. Die Symptome klingen ab, wenn das Opfer
relativ schnell in eine Umgebung mit sauberer Luft gebracht wird.

200-700

Kann selbst nach kurzer Belastung tödlich sein.

HINWEIS: Fortdauernde Belastung durch niedrige Dunstkonzentrationen, die nicht stark genug für ein Lungenödem sind, können zu einer chronischen Reizung der Atemwege, Kopfschmerzen, Husten, Appetitverlust, Verdauungsstörung, Zerstörung der Zähne und einem allmählichen Kräfteverlust führen.

Quelle: Dangerous Properties of Industrial Materials (sechste Ausgabe) von N. Irving Sax

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